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Öffentliche Führung zur aktuellen Ausstellung mit dem Kurator Hannes Sulzenbacher

Sa 18. Februar 2023 um 15 Uhr, Jüdisches Museum

Der Präsident der Wiener Kultusgemeinde wollte kein Museum, in dem Juden als „ausgestopfte Indianer“ zu bewundern sind. Warum stehen Jüdische Museen zuweilen im Brennpunkt gesellschaftlicher Auseinandersetzungen? Was hat ihre Gründung motiviert? Und welche Phantasien über das was als „Jüdisch“ gilt, spiegelt sich in ihren Sammlungen? Stimmt der Satz „If it's Jewish we have it“? Oder müsste es eher heißen: „If we have it, it's Jewish“? Wer hat das Recht zu definieren, was „Jüdisch“ ist? 

Der Kurator Hannes Sulzenbacher führt durch die Ausstellung und geht diesen Fragen am Beispiel besonderer Objekte nach, so manche Überraschungen eingeschlossen. 

Hannes Sulzenbacher, geb. 1968 in Innsbruck, Studium der Theaterwissenschaft, Geschichte und Philosophie an der Universität Wien, 1990–1992 Theaterkritiker beim Falter, Wien, 1994–1998 Kurator am Jüdischen Museum Wien, 1998–2003 Theaterveranstalter, seit 2004 freischaffender Ausstellungskurator. 2007 Gründung von QWIEN – Zentrum für schwul/lesbische Kultur und Geschichte. Zahlreiche Ausstellungen, darunter die Neugestaltung der Dauerausstellung des Jüdischen Museums Hohenems (2007). 2014–2022 Projektleiter der Neugestaltung der österreichischen Ausstellung im Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau. Seit 2022 Ausstellungsleiter am Jüdischen Museum Wien.