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„Der Elefant im Raum“: Israel in Jüdischen Museen?

Hanno Loewy im Gespräch mit Cilly Kugelmann (Berlin) und Boaz Levin (Berlin)

Di 28. Februar 2023 um 19.30 Uhr, Jüdisches Museum Hohenems

Warum tun sich viele Jüdische Museen schwer, Israel zum Thema ihrer Ausstellungen zu machen? Gehört Israel überhaupt in ein Jüdisches Museum in Europa oder anderswo in der Welt? Wie könnten Jüdische Museen sich einem Land annähern, welches ein Zentrum jüdischen Lebens ist, aber dessen Verfasstheit umstritten ist - innerhalb Israels, innerhalb jüdischer Gemeinschaften und in politischen Debatten überall? 

Cilly Kugelmann wanderte 1966 für fünf Jahre nach Israel aus, arbeitete dort als landwirtschaftliche Hilfsarbeiterin in einem Kibbuz in Galil, studierte Kunstgeschichte und Geisteswissenschaften an der Hebrew University. Ab 1971 war sie wieder in Deutschland und studierte Erziehungswissenschaften, Soziologie und Psychologie. Sie organisierte Tagungen und Konferenzen zur jüdischen Geschichte und zum Nahostkonflikt. Von 1986 bis 2000 betreute sie Bildungsprogramme, Öffentlichkeitsarbeit und historische Ausstellungen als Kuratorin für das Jüdische Museum Frankfurt am Main. Von 2002 bis 2017 war sie Programmdirektorin des Jüdischen Museums Berlin. 

Boaz Levin lebt als Autor, Kurator und Redakteur des Kiosks des Cabinet Magazine in Berlin. Er war Co-Kurator der Biennale für Aktuelle Fotografie 2017, die in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen stattfand, sowie der dritten Chennai Photo Biennale 2021. Er kuratierte für das JMH die Ausstellung „Sag Schhibbolet!“ (2018); zuletzt kuratierte er "Mining Photography: the ecological footprint of image production", eine Ausstellung im Museum für Kunst und Gewerbe, Hamburg, die ins KunstHausWien und ins Gewerbemuseum Winterthur wandern wird. Levin ist Autor von On Distance, 2020, erschienen bei Atlas Projectos, Berlin/Lissabon.